23. Juli 2026
|Franca Helfert
Zeitwertkonto bei den Stadtwerken Hamm: Flexibilität von der Ausbildung bis zum Ruhestand
Kommunale Versorgungsunternehmen müssen langfristig planen. Sie tragen Verantwortung für stabile Prozesse, eine verlässliche Infrastruktur und den Erhalt von wertvollem Erfahrungswissen. Gleichzeitig wünschen sich Mitarbeiter*innen mehr Flexibilität für unterschiedliche Lebensphasen – etwa für längere Auszeiten, familiäre Aufgaben oder einen früheren Übergang in den Ruhestand.
Die Stadtwerke Hamm zeigen, wie sich diese Anforderungen mit einem strategisch aufgebauten Zeitwertkonto verbinden lassen. Dabei wird das Modell nicht nur als zusätzlicher Benefit verstanden, sondern als langfristiges Instrument der Personalplanung.
Warum Zeitwertkonten für kommunale Unternehmen relevant sind
Viele Tätigkeiten in kommunalen Versorgungsunternehmen erfordern technisches Know-how, Prozessverständnis und langjährige Erfahrung. Scheiden Mitarbeiter*innen aus dem Unternehmen aus, geht daher häufig mehr als reine Arbeitskraft verloren.
Ein Zeitwertkonto schafft frühzeitig Transparenz über geplante Freistellungen und Ruhestandsübergänge. Mitarbeiter*innen können Teile ihres Bruttoentgelts oder genehmigte Mehrarbeit in ein persönliches Wertguthaben einbringen. Dieses Guthaben steht später für bezahlte Freistellungsphasen zur Verfügung.
Für das Unternehmen entstehen dadurch bessere Möglichkeiten, Nachfolgeregelungen, Wissenstransfer und personelle Übergänge langfristig vorzubereiten.
Zeitwertkonto bereits für Auszubildende
Eine Besonderheit des Modells der Stadtwerke Hamm ist der generationsübergreifende Ansatz. Das Zeitwertkonto richtet sich nicht ausschließlich an erfahrene Mitarbeiter*innen oder Führungskräfte, sondern wurde auch für Auszubildende geöffnet.
Ab dem siebten Ausbildungsmonat können Auszubildende freiwillig am Wertzeitkonto teilnehmen. Bringen sie einen eigenen Beitrag ein, unterstützt der Arbeitgeber den Einstieg zusätzlich mit einem monatlichen Zuschuss.
Damit beginnt die Gestaltung der Lebensarbeitszeit nicht erst kurz vor dem Ruhestand, sondern bereits junge Beschäftigte setzen sich mit langfristiger Vorsorge und flexiblen Arbeitsmodellen auseinander. Gleichzeitig wird das Zeitwertkonto zu einem sichtbaren Bestandteil der Arbeitgeberattraktivität.
Ein Modell mit mehreren Besonderheiten
Neben dem frühen Einstieg für Auszubildende setzt das Zeitwertkonto der Stadtwerke Hamm auf eine differenzierte Kapitalanlage. Flexible Auszeiten und rentennahe Freistellungen werden dabei unterschiedlich betrachtet. Eine altersabhängige Lifecycle-Logik verbindet langfristige Renditechancen mit einer zunehmenden Absicherung, je näher die geplante Freistellung rückt.
Auch genehmigte Mehrarbeit kann in das Wertguthaben eingebracht werden. So entsteht aus zusätzlichem Einsatz ein langfristig nutzbarer Baustein für spätere Auszeiten oder einen früheren Ruhestand.
Was andere kommunale Arbeitgeber daraus lernen können
Die Case Study zeigt, wie ein Zeitwertkonto zu einem strategischen Bestandteil der Personalplanung werden kann. Im Mittelpunkt stehen nicht nur flexible Freistellungen, sondern auch Fragen der Mitarbeiterbindung, Nachfolgeplanung, Kapitalanlage und rechtssicheren Umsetzung.
Wie das Modell konkret aufgebaut wurde, welche Rolle die Lifecycle-Logik spielt und warum die Stadtwerke Hamm bereits Auszubildende einbeziehen, erfahren Sie in der vollständigen Case Study.
Jetzt die Case Study herunterladen und neue Impulse für die Gestaltung von Lebensarbeitszeit im kommunalen Umfeld erhalten.
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