14. Januar 2026

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Franca Helfert

Arbeit und Rente werden Teil einer modernen Personalstrategie: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

Über Jahrzehnte hinweg waren Arbeit und Rente klar voneinander getrennt. Auf ein langes Erwerbsleben folgte ein fester Renteneintritt, danach begann ein neuer Lebensabschnitt. Dieses Bild gerät zunehmend ins Wanken.

Eine moderne Personalstrategie, die Arbeit und Rente gemeinsam denkt, wird für Unternehmen immer wichtiger. Steigende Renteneintrittsalter, ein sinkendes Rentenniveau und veränderte Erwartungen der Beschäftigten führen dazu, dass Arbeit und Rente heute zu einem zentralen Bestandteil moderner Personalstrategien werden.

Für Unternehmen bedeutet das: Der Rentenübergang wird zur strategischen Aufgabe der Personalplanung. 

Steigendes Renteneintrittsalter trifft auf betriebliche Realität

Politisch wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben. In der betrieblichen Praxis zeigt sich jedoch, dass viele Beschäftigte nicht bis zum regulären Rentenbeginn in Vollzeit arbeiten können oder wollen. Physische Belastung, mentale Erschöpfung oder private Verpflichtungen führen dazu, dass klassische Vollzeitmodelle an ihre Grenzen stoßen. 

Unternehmen stehen damit vor einem Spannungsfeld: Beschäftigte sollen länger arbeiten, gleichzeitig wächst der Bedarf nach Entlastung und Flexibilität. Ohne geeignete Übergangsmodelle drohen ungeplante Ausstiege, längere Krankheitsphasen und der Verlust von Erfahrung. 


 

Sinkendes Rentenniveau verändert Erwartungen an Arbeitgeber 

Parallel dazu wächst die Unsicherheit auf Seiten der Beschäftigten. Die gesetzliche Rente reicht für viele nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Das Bewusstsein für Versorgungslücken steigt, ebenso der Wunsch nach ergänzenden Lösungen. 

Immer mehr Mitarbeiter*innen erwarten vom Arbeitgeber Unterstützung: 

  • beim Aufbau zusätzlicher Vorsorge 
  • bei der Finanzierung früherer oder flexibler Übergänge 
  • bei der Absicherung individueller Lebensphasen 

 

Betriebliche Vorsorge gewinnt dadurch an Bedeutung, nicht nur als Zusatzleistung, sondern als Teil der persönlichen Lebensplanung und wird dadurch zum relevanten Entscheidungsfaktor bei Arbeitgeberwahl und -bindung. 

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Altersteilzeit: Warum viele Unternehmen dieses Modell nicht mehr anbieten

Die Altersteilzeit (ATZ) war lange ein bewährtes Instrument für den Übergang in die Rente. Viele Unternehmen haben dieses Modell jedoch zurückgefahren oder ganz eingestellt. Der Grund liegt selten an mangelnder Nachfrage, im Gegenteil: Es gäbe ausreichend Beschäftigte, die eine Altersteilzeit nutzen würden. 

Häufige Gründe für den Rückzug sind: 

  • hohe finanzielle Belastungen 
  • starre gesetzliche Rahmenbedingungen 
  • geringe Flexibilität für unterschiedliche Lebensläufe 

 

Stattdessen entstehen in vielen Unternehmen individuelle Sonderlösungen für einzelne „wichtige“ Personen – oft komplex, aufwendig und schwer übertragbar. 

Klassische Ansätze wie eine betriebliche Altersversorgung hier und eine Altersteilzeitregelung dort greifen dabei häufig zu kurz. Sie sind wenig flexibel, kaum auf individuelle Lebensläufe anpassbar und selten in eine langfristige Personalplanung integriert. 

Von individuellen Sonderlösungen zu ganzheitlichen Vorsorgestrategien: Zeitwertkonten als Schlüssel für planbare Rentenübergänge

Diese Einzelvereinbarungen lösen kurzfristig ein Problem, schaffen aber langfristig neue. Sie binden Ressourcen, erhöhen die Komplexität und lassen sich kaum strategisch steuern. Moderne Personalstrategien gehen deshalb einen anderen Weg: weg von Einzellösungen, hin zu ganzheitlichen, skalierbaren Modellen. Der Fokus verschiebt sich dabei weg vom festen Rentenstichtag hin zu planbaren Übergängen. 

Zeitwertkonten und kapitalgedeckte Vorsorgelösungen ermöglichen genau diesen Perspektivwechsel. Sie gelten zunehmend als Alternative zur klassischen Altersteilzeit und schaffen planbare Freiräume für Unternehmen und Beschäftigte. 

Zeitwertkonten ermöglichen: 

  • schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit 
  • finanzierte Auszeiten vor dem Renteneintritt 
  • den Erhalt von Wissen durch längere, angepasste Beschäftigung 

 

Der Rentenübergang wird damit strategisch steuerbar für beide Seiten – für Mitarbeiter*innen und für das Unternehmen. 

Mehr Planungssicherheit durch strategische Rentenübergänge 

Aus Unternehmenssicht bietet dieser Ansatz klare Vorteile: 

  • frühzeitige Transparenz über Austrittszeiträume 
  • bessere Nachfolge- und Personalplanung 
  • höhere Bindung von erfahrenen Fach- und Führungskräften 
  • Entlastung von Teams durch planbare Übergaben 

 

Arbeit und Rente werden damit zu einem integralen Bestandteil moderner Personalentwicklung und nicht zu einem späten Problem. 

 

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Wie PensExpert Unternehmen beim Rentenübergang unterstützt

ensExpert begleitet Unternehmen genau an dieser Schnittstelle zwischen Arbeit, Vorsorge und Rentenübergang. Der Fokus liegt nicht auf einzelnen Produkten, sondern auf strukturierten Gesamtlösungen, die sich in bestehende Personalstrategien integrieren lassen. 

Dazu gehören: 

  • Zeitwertkonten für flexible Übergänge und Auszeiten 
  • kapitalgedeckte Vorsorgelösungen als Ergänzung oder Alternative zu klassischen Modellen 
  • rechtssichere Treuhandmodelle zur Absicherung der Wertguthaben 
  • digitale Kontenführung für Transparenz und einfache Verwaltung 

 

Der Unterschied liegt dabei nicht in einem einzelnen Baustein, sondern im Zusammenspiel: PensExpert denkt Vorsorge, Arbeitszeit und Übergang gemeinsam und nicht getrennt nach Einzelfällen. 


 

Warum dieser Ansatz überzeugt 

Unternehmen erhalten keine individuelle Sonderlösung für wenige, sondern ein System, das für viele funktioniert. Das reduziert Komplexität, schafft Vergleichbarkeit und ermöglicht eine langfristige Personalplanung. 

Arbeit und Rente werden so vom Risiko zur gestaltbaren Phase. 

 

Fazit

 

Eine moderne Personalstrategie, die Arbeit und Rente gemeinsam denkt, endet nicht am letzten Arbeitstag.

Steigendes Renteneintrittsalter, sinkendes Rentenniveau und der Fachkräftemangel machen deutlich: Unternehmen können es sich nicht leisten, den Rentenübergang zu ignorieren. Wer Arbeit und Vorsorge frühzeitig zusammendenkt, schafft Flexibilität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. 

Moderne Personalstrategie endet nicht am letzten Arbeitstag. Sie beginnt dort, wo Übergänge planbar werden. 

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