Portabilität (Zeitwertkonto)

Portabilität von Zeitwertkonten ermöglicht es Arbeitnehmern, ihr angespartes Wertguthaben flexibel zu nutzen, auch wenn sich das Arbeitsverhältnis ändert. Es gibt drei zentrale Optionen zur Übertragung oder Nutzung:

  1. Übertragung auf die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV):
    • Möglich ab einem Wertguthaben ab einem Betrag in Höhe des sechsfachen der monatlichen Bezugsgröße.
    • Steuer- und sozialversicherungsfreie Übertragung.
    • Nutzung für alle gesetzlichen Freistellungszwecke gemäß § 7c SGB IV.
  2. Übertragung an den Folgearbeitgeber:
    • Der neue Arbeitgeber muss ein Zeitwertkontenmodell anbieten und der Übernahme zustimmen.
    • AG SV-Anteile (Arbeitgeber-Sozialversicherungsanteile) werden ebenfalls übertragen.
    • Der „Alt-„Arbeitgeber muss der Übertragung zustimmen, kann aber gewisse Gestaltungen vornehmen.
  3. Auszahlung bei Beschäftigungsende:
    • Steuer- und sozialversicherungspflichtige Auszahlung über die Gehaltsabrechnung.

Für alle drei Optionen gilt, dass es keine Nachschusspflicht seitens des Arbeitgebers gibt, falls der Gesamtbetrag aufgrund von Kursschwankungen niedriger als die eingezahlten Beträge ausfällt.

Die Portabilität erhöht die Attraktivität von Zeitwertkonten, da sie Arbeitnehmern Flexibilität bietet und langfristige Planung ermöglicht. Gleichzeitig erfordert sie eine genaue Abstimmung zwischen den beteiligten Parteien, insbesondere bei der Übertragung an einen neuen Arbeitgeber. Rechtlich geregelt ist die Portabilität im § 7f SGB IV, wodurch sie eine solide Grundlage für die lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung darstellt.

Insights

In unseren Insights informieren wir Sie regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen auf dem Vorsorgemarkt.

Metzler Pension Management und PensExpert entwickeln gemeinsames Vorsorgesystem für den Mittelstand

Metzler Pension Management und PensExpert entwickeln mit dem „Metzler / PensExpert ZukunftsPlan“ eine neue Vorsorgelösung für den Mittelstand. Das Konzept verbindet kapitalmarktorientierte betriebliche Altersversorgung (bAV) mit flexiblen Zeitwertkonten, einem Life-Cycle-Anlagekonzept und digitaler Verwaltung über PensTec.

Zeitwertkonto und Rentenpunkte: So wirkt sich das Zeitwertkonto auf die gesetzliche Rente aus

Wer Gehalt in ein Zeitwertkonto einbringt, verschiebt auch die Verbeitragung. Entscheidend ist dabei nicht nur der spätere Auszahlungszeitpunkt, sondern auch die Wertentwicklung des Guthabens.

Rente mit 63, 67 oder länger? Was Arbeitgeber für ihre Belegschaft tun können

Rente mit 63, 67 oder 68 – die öffentliche Debatte erzeugt viel Unschärfe. Was zählt, ist die betriebliche Antwort: Welche Instrumente Arbeitgeber heute einsetzen können, um ältere Belegschaften fair und planbar in den Ruhestand zu begleiten.