24. Juni 2026
|Lars Henning
Flexirente, Altersteilzeit oder Zeitwertkonto? Modelle für den Übergang in die Rente im Vergleich
Viele Unternehmen stehen vor einer ähnlichen Herausforderung: Erfahrene Mitarbeiter*innen nähern sich dem Renteneintritt, während qualifizierte Fachkräfte zunehmend schwer zu finden sind. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen an das Berufsleben. Der klassische Wechsel vom Vollzeitjob direkt in den Ruhestand passt für viele Beschäftigte nicht mehr zu ihrer persönlichen Lebensplanung.
Einige möchten ihre Arbeitszeit schrittweise reduzieren, andere früher aus dem Berufsleben aussteigen oder sich mehr Zeit für Familie, Reisen oder persönliche Projekte nehmen. Gleichzeitig wird das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise angehoben. Gerade in körperlich anspruchsvollen Berufen, etwa im Handwerk, in der Pflege oder in der Produktion, ist es für viele Beschäftigte schwierig, bis zum regulären Rentenalter voll weiterzuarbeiten. Auch Themen wie Pflege von Angehörigen oder längere Weiterbildungen gewinnen an Bedeutung.
Für Unternehmen stellt sich deshalb die Frage, wie sich diese Wünsche mit einer verlässlichen Personalplanung verbinden lassen. Schließlich geht es nicht nur um Flexibilität für Mitarbeiter*innen, sondern auch um den Erhalt von Wissen und Erfahrung im Unternehmen.
Genau hier setzen Modelle für einen flexiblen Übergang in die Rente an. Zu den bekanntesten gehören die Flexirente, die Altersteilzeit und das Zeitwertkonto. Doch worin unterscheiden sie sich und welches Modell bietet die größten Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte?
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede und zeigt, welche Möglichkeiten Unternehmen heute haben, den Übergang in die Rente aktiv zu gestalten.
Warum flexible Übergänge in die Rente immer wichtiger werden
Die Flexirente – Arbeiten neben der Rente
Altersteilzeit – Der klassische Weg in den Vorruhestand
Zeitwertkonto – Flexible Vorsorge für verschiedene Lebensphasen
Flexirente, Altersteilzeit oder Zeitwertkonto im direkten Vergleich
Welche Auswirkungen könnten künftige Rentenreformen haben?
Praxisbeispiele aus dem Unternehmensalltag
Warum sich immer mehr Unternehmen für Zeitwertkonten entscheiden
Warum flexible Übergänge in die Rente immer wichtiger werden
Der Übergang in die Rente war lange klar geregelt: Bis zum letzten Arbeitstag wurde gearbeitet, danach begann der Ruhestand. Für viele Beschäftigte passt dieses Bild heute nicht mehr. Sie möchten den Ausstieg bewusster planen, früher kürzertreten oder sich in späteren Berufsjahren mehr Zeit für Familie, Pflege, Weiterbildung oder private Vorhaben nehmen.
Für Unternehmen entsteht daraus eine neue Aufgabe. Sie müssen individuelle Wünsche ernst nehmen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Erfahrung, Wissen und wichtige Aufgaben nicht plötzlich verloren gehen. Gerade bei Fach- und Führungskräften ist ein geplanter Übergang wichtig, damit Nachfolge, Wissenstransfer und Personalplanung funktionieren.
Flexible Altersmodelle können hier eine Brücke schaffen. Sie geben Mitarbeiter*innen mehr Gestaltungsspielraum und helfen Unternehmen, den Übergang in den Ruhestand planbarer zu machen.
Auch politisch rückt das Thema stärker in den Fokus. Die Rentenkommission hat im Jahr 2026 vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter künftig an die steigende Lebenserwartung zu koppeln und bestehende Vorruhestandsregelungen weiterzuentwickeln. Ob und in welcher Form diese Vorschläge umgesetzt werden, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Flexible Übergänge zwischen Erwerbsleben und Ruhestand werden für Unternehmen und Beschäftigte weiter an Bedeutung gewinnen.
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Die Flexirente – Arbeiten neben der Rente
Die Flexirente ist in der gesetzlichen Rentenversicherung verankert und soll Beschäftigten einen flexibleren Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ermöglichen. Wer die Voraussetzungen für den Rentenbezug erfüllt, kann bereits eine Altersrente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten.
Seit dem 1. Januar 2023 sind die Hinzuverdienstgrenzen bei vorgezogenen Altersrenten entfallen. Das bedeutet: Frührentner*innen können grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass ihre gesetzliche Altersrente gekürzt wird. Bei Erwerbsminderungsrenten gelten weiterhin besondere Hinzuverdienstgrenzen, die seit 2023 jedoch deutlich angehoben wurden.
Dadurch können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, eine Teilrente beziehen oder auch nach Rentenbeginn weiter berufstätig bleiben. Die Flexirente eignet sich daher besonders für Mitarbeiter*innen, die sich vorstellen können, neben dem Rentenbezug weiterhin zu arbeiten.
Für Unternehmen kann das hilfreich sein, weil erfahrene Fachkräfte länger verfügbar bleiben. Gleichzeitig ist die Flexirente nur begrenzt als strategisches Personalinstrument nutzbar. Längere Freistellungen vor dem Ruhestand, Pflegezeiten oder Sabbaticals lassen sich darüber nicht gezielt finanzieren.
Altersteilzeit – Der klassische Weg in den Vorruhestand
Wenn Unternehmen über einen gleitenden Übergang in die Rente nachdenken, fällt oft zuerst der Begriff Altersteilzeit. Die rechtliche Grundlage bildet das Altersteilzeitgesetz. Es regelt die Rahmenbedingungen, unter denen Beschäftigte ihre Arbeitszeit in den letzten Berufsjahren reduzieren können. Das Modell ist vielen Mitarbeiter*innen vertraut und wird seit Jahren genutzt, um den Ausstieg aus dem Berufsleben planbarer zu gestalten.
Funktionsweise der Altersteilzeit
Bei der Altersteilzeit reduzieren Beschäftigte ihre Arbeitszeit in den letzten Jahren vor dem Renteneintritt. Besonders verbreitet ist das sogenannte Blockmodell. Dabei arbeiten Mitarbeiter*innen zunächst über einen festgelegten Zeitraum weiter, bevor eine Freistellungsphase bis zum Renteneintritt folgt. Während der gesamten Laufzeit erhalten sie ein gleichmäßiges Einkommen, das durch Aufstockungsleistungen des Arbeitgebers ergänzt wird.
Vorteile der Altersteilzeit
Für Beschäftigte bietet die Altersteilzeit einen klaren und gut planbaren Weg in den Ruhestand. Unternehmen gewinnen Zeit, um Nachfolger*innen einzuarbeiten, Aufgaben zu übergeben und Wissen geordnet im Unternehmen zu halten.
Grenzen der Altersteilzeit
Die Altersteilzeit ist vor allem auf den Übergang in die Rente ausgerichtet. Für andere Lebensphasen bietet sie kaum Spielraum. Pflegezeiten, längere Weiterbildungen, Familienzeiten oder Sabbaticals lassen sich damit in der Regel nicht abbilden.
Hinzu kommt: Die Finanzierung liegt heute vollständig beim Arbeitgeber. Die frühere staatliche Förderung wurde bereits vor vielen Jahren abgeschafft. Für Unternehmen bedeutet das, dass Altersteilzeit gut geplant und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden muss. Individuelle Wünsche einzelner Mitarbeiter*innen lassen sich häufig nur über zusätzliche Vereinbarungen lösen.
Aktuell kommt ein weiterer Punkt hinzu. Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, die Rolle des klassischen Blockmodells zu überprüfen und künftig stärker auf tatsächliche Arbeitszeitreduzierungen bis zum Renteneintritt zu setzen. Noch ist daraus kein Gesetz entstanden. Die Diskussion zeigt aber: Unternehmen sollten sich frühzeitig mit flexibleren Modellen für den Rentenübergang beschäftigen.
Deshalb beschäftigen sich viele Arbeitgeber mit zusätzlichen Instrumenten der Lebensarbeitszeitgestaltung. Dazu gehören auch Zeitwertkonten, die Freistellungen für unterschiedliche Lebensphasen ermöglichen können.
Zeitwertkonto – Flexible Vorsorge für verschiedene Lebensphasen
Während Flexirente und Altersteilzeit vor allem den Übergang in die Rente begleiten, setzt das Zeitwertkonto früher an. Die rechtliche Grundlage bilden die Regelungen zu Wertguthaben im Sozialgesetzbuch (SGB IV). Beschäftigte können über viele Jahre ein Wertguthaben aufbauen und dieses später für unterschiedliche Freistellungsphasen nutzen.
Das ist wichtig, weil der Wunsch nach mehr freier Zeit nicht erst kurz vor der Rente entsteht. Auch Pflegezeiten, Weiterbildungen, Familienphasen oder persönliche Auszeiten können im Laufe des Berufslebens relevant werden.
Funktionsweise des Zeitwertkontos
Bei einem Zeitwertkonto werden bestimmte Entgeltbestandteile nicht sofort ausgezahlt, sondern in ein persönliches Wertguthaben eingebracht. Das können Teile des Gehalts, Boni, Überstunden, nicht genommene Urlaubstage oder Sonderzahlungen sein.
Die eingebrachten Beträge werden angespart und kapitalgedeckt angelegt. Während einer späteren Freistellung wird das Wertguthaben genutzt, um weiterhin ein laufendes Gehalt zu zahlen. Das Arbeitsverhältnis bleibt bestehen und die Mitarbeiter*innen bleiben in der Regel sozialversichert beschäftigt.
Ein weiterer Vorteil ist das Bruttosparen. Da die Einzahlungen aus dem Bruttoentgelt erfolgen, können höhere Beträge für spätere Freistellungsphasen aufgebaut werden als bei einer vergleichbaren privaten Ansparung aus dem Nettoeinkommen.
Einsatzmöglichkeiten eines Zeitwertkontos
Viele Unternehmen führen Zeitwertkonten zunächst ein, um einen flexiblen Übergang in die Rente zu ermöglichen. In der Praxis gehen die Einsatzmöglichkeiten jedoch deutlich weiter.
Wertguthaben können zum Beispiel für Sabbaticals, längere Weiterbildungen, Familienzeiten oder die Pflege von Angehörigen genutzt werden. Auch ein früherer Ausstieg aus dem Berufsleben lässt sich über ein Zeitwertkonto finanzieren.
Gerade diese Vielseitigkeit unterscheidet das Zeitwertkonto von klassischen Altersteilzeitmodellen. Es schafft einen Rahmen, der unterschiedliche Lebenssituationen von Mitarbeiter*innen berücksichtigt und gleichzeitig die langfristige Personalplanung von Unternehmen unterstützt.
Zeitwertkonto – Einfach erklärt!
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Zur Playlist "Zeitwertkonten erklärt"Flexirente, Altersteilzeit oder Zeitwertkonto im direkten Vergleich
Flexirente, Altersteilzeit und Zeitwertkonto können alle dabei helfen, den Übergang in die Rente flexibler zu gestalten. In der Praxis unterscheiden sie sich jedoch deutlich darin, wie breit sie einsetzbar sind und welchen Nutzen sie für Unternehmen bieten.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | Flexirente | Altersteilzeit | Zeitwertkonto |
| Vorruhestand | Möglich | Ja | Ja |
| Sabbatical | Nein | Nein | Ja |
| Pflegezeit | Nein | Nein | Ja |
| Weiterbildung | Nein | Nein | Ja |
| Bruttosparen | Nein | Nein | Ja |
| Kapitaldeckung | Nein | Nein | Ja |
| Planbarkeit für Unternehmen | Gering | Hoch | Hoch |
| Mitarbeiterattraktivität | Gering | Hoch | Hoch |
| Arbeitgebergesteuertes Modell | Nein | Ja | Ja |
| Lebensphasenorientiert | Begrenzt | Begrenzt | Hoch |
| Flexibilität bei zukünftigen Rahmenbedingungen | Mittel | Mittel | Hoch |
Der Vergleich zeigt: Flexirente, Altersteilzeit und Zeitwertkonto haben unterschiedliche Schwerpunkte. Während Flexirente und Altersteilzeit vor allem beim Rentenübergang ansetzen, kann ein Zeitwertkonto zusätzlich weitere Freistellungsphasen im Erwerbsleben abbilden.
Welche Auswirkungen könnten künftige Rentenreformen haben?
Die Diskussion um die Zukunft der Rente zeigt deutlich: Unternehmen müssen sich stärker darauf einstellen, dass Beschäftigte länger im Erwerbsleben bleiben. Wenn das Renteneintrittsalter perspektivisch weiter steigt, wird auch der Zeitraum länger, in dem Mitarbeiter*innen gesund, motiviert und leistungsfähig im Unternehmen gehalten werden müssen.
Gleichzeitig steht die Altersteilzeit politisch stärker im Fokus. Vor allem das klassische Blockmodell, bei dem auf eine Arbeitsphase eine vollständige Freistellungsphase folgt, wird zunehmend kritisch gesehen. Noch ist offen, ob und in welcher Form sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändern. Klar ist aber: Unternehmen sollten sich nicht allein auf ein einzelnes Modell für den Rentenübergang verlassen.
Hinzu kommt der Fachkräftemangel. Erfahrene Mitarbeiter*innen werden in vielen Unternehmen dringend gebraucht. Gleichzeitig wünschen sich viele Beschäftigte in späteren Berufsjahren mehr Flexibilität, weniger Belastung oder einen gleitenden Übergang in den Ruhestand. Genau hier entsteht ein Spannungsfeld: Unternehmen möchten Wissen und Erfahrung halten, Mitarbeiter*innen möchten ihre letzte Berufsphase stärker selbst gestalten.
Flexible Rentenübergänge werden deshalb immer wichtiger. Sie helfen, individuelle Wünsche und betriebliche Planung besser zusammenzubringen. Statt starrer Lösungen braucht es Modelle, die unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen und gleichzeitig für Unternehmen planbar bleiben.
Unternehmen werden auch künftig Instrumente benötigen, die unterschiedliche Lebensphasen von Mitarbeiter*innen berücksichtigen und gleichzeitig Planungssicherheit schaffen. Zeitwertkonten gehören zu den Modellen, die bereits heute für verschiedene Freistellungszwecke genutzt werden können – beispielsweise für Pflegezeiten, Weiterbildungen, Sabbaticals oder den Übergang in den Ruhestand. Welche Rolle einzelne Modelle künftig spielen werden, hängt auch von den weiteren politischen und gesetzlichen Entwicklungen ab.
Viele Unternehmen fragen sich deshalb bereits heute, welche Auswirkungen eine mögliche Rentenreform auf Personalplanung, Altersteilzeit und den flexiblen Übergang in die Rente haben könnte.
Praxisbeispiele aus dem Unternehmensalltag
Wie flexibel ein Zeitwertkonto eingesetzt werden kann, zeigt sich oft erst im Alltag. Die folgenden Beispiele verdeutlichen typische Situationen, in denen Wertguthaben genutzt werden können.
Beispiel 1: Früher in den Ruhestand
Ein Mitarbeiter möchte einige Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintritt kürzertreten. Mit dem angesparten Wertguthaben kann er die Zeit bis zur Rente finanzieren und früher aus dem Berufsleben aussteigen.
Beispiel 2: Pflege eines Angehörigen
Eine Mitarbeiterin übernimmt für mehrere Monate die Pflege eines Familienmitglieds. Während der Freistellung erhält sie weiterhin ein Einkommen aus ihrem Zeitwertkonto und bleibt beschäftigt.
Beispiel 3: Sabbatical
Ein Mitarbeiter plant eine längere Auszeit für eine Reise oder ein persönliches Projekt. Statt unbezahlten Urlaub zu nehmen, nutzt er sein angespartes Wertguthaben zur Finanzierung der Freistellung.
Diese Beispiele zeigen, dass Zeitwertkonten nicht nur für den Vorruhestand genutzt werden können. Sie schaffen Spielräume für unterschiedliche Lebensphasen und ermöglichen flexible Lösungen für Beschäftigte und Unternehmen.
Warum sich immer mehr Unternehmen für Zeitwertkonten entscheiden
Viele Unternehmen beschäftigen sich zunächst mit Zeitwertkonten, um eine konkrete Herausforderung zu lösen – etwa den Wunsch nach einem flexibleren Übergang in die Rente oder die Nachfrage nach längeren Auszeiten.
Schnell zeigt sich jedoch, dass hinter diesen Themen größere Entwicklungen stehen. Der Fachkräftemangel verschärft sich, Belegschaften werden älter und Beschäftigte erwarten zunehmend mehr Flexibilität in verschiedenen Lebensphasen.
Genau hier setzen Zeitwertkonten an. Sie ermöglichen nicht nur einen planbaren Vorruhestand, sondern auch Freistellungen für Sabbaticals, Pflegezeiten oder Weiterbildungen. Dadurch entsteht eine Lösung, die unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der Belegschaft abdecken kann.
Auch für Unternehmen ergeben sich Vorteile. Wissenstransfer, Nachfolgeplanung und der Übergang älterer Mitarbeiter*innen lassen sich frühzeitiger und planbarer gestalten. Unternehmen profitieren nicht nur von einer planbareren Nachfolge. Auch typische Demografiekosten wie krankheitsbedingte Ausfälle, Produktivitätsverluste, hohe Altersstrukturen oder Wissensverluste beim Ausscheiden erfahrener Beschäftigter lassen sich durch flexible Lebensarbeitszeitmodelle besser steuern.
Für zusätzliche Sicherheit sorgen professionelle Treuhandmodelle, die eine rechtssichere Insolvenzsicherung der Wertguthaben gewährleisten.
Deshalb betrachten viele Unternehmen Zeitwertkonten heute nicht mehr nur als Instrument für den Vorruhestand, sondern als Bestandteil einer modernen Personal- und Vorsorgestrategie.
Welches Modell passt zu Ihrem Unternehmen?
Flexirente, Altersteilzeit und Zeitwertkonto können den Übergang in die Rente flexibler gestalten. Welches Modell passt, hängt jedoch davon ab, welche Ziele Ihr Unternehmen verfolgt.
Die Flexirente bietet vor allem Beschäftigten mehr Freiheit beim persönlichen Renteneintritt. Die Altersteilzeit bleibt ein bewährter Weg für einen planbaren Ausstieg aus dem Berufsleben.
Wenn Unternehmen neben dem Rentenübergang auch weitere Lebensphasen ihrer Mitarbeiter*innen berücksichtigen möchten, können Zeitwertkonten eine sinnvolle Ergänzung innerhalb einer modernen Personal- und Vorsorgestrategie sein.
Viele Unternehmen fragen sich deshalb nicht mehr, ob sie flexible Übergänge ermöglichen sollten, sondern wie sie diese langfristig und wirtschaftlich sinnvoll umsetzen.
Möchten Sie prüfen, welches Modell zu Ihrer Unternehmenssituation passt und wie sich aktuelle Entwicklungen rund um Rentenreform, Altersteilzeit und Zeitwertkonten auf Ihr Unternehmen auswirken könnten? Dann nutzen Sie das nachfolgende Kontaktformular. In einem unverbindlichen Gespräch prüfen wir gemeinsam, welche Lösung zu Ihrer Belegschaft, Ihren Personalzielen und den aktuellen Rahmenbedingungen passt.
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FAQ
Altersteilzeit und Zeitwertkonto ermöglichen beide einen gleitenden Übergang in den Ruhestand. Die Altersteilzeit ist jedoch ausschließlich auf die letzten Berufsjahre vor der Rente ausgerichtet. Ein Zeitwertkonto kann dagegen während des gesamten Berufslebens aufgebaut und für verschiedene Freistellungsphasen genutzt werden. Dazu zählen neben dem Vorruhestand auch Sabbaticals, Pflegezeiten oder längere Weiterbildungen.
Ja. Viele Beschäftigte nutzen ihr angespartes Wertguthaben, um einige Monate oder Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintritt aus dem Berufsleben auszuscheiden. Während dieser Freistellung erhalten sie weiterhin ein Einkommen aus dem Zeitwertkonto und bleiben in der Regel sozialversichert beschäftigt.
Ja. Die Flexirente ermöglicht es Beschäftigten, bereits eine Altersrente zu beziehen und gleichzeitig weiterzuarbeiten. Unternehmen können dadurch erfahrene Fachkräfte länger im Betrieb halten und Wissen schrittweise an Nachfolger*innen übertragen. Die Flexirente eignet sich jedoch vor allem für individuelle Einzelfälle und ist weniger als strategisches Personalinstrument gedacht.
Die Finanzierung der Altersteilzeit erfolgt heute grundsätzlich durch den Arbeitgeber. Staatliche Förderungen für neue Altersteilzeitvereinbarungen gibt es nicht mehr. Die konkreten Regelungen zu Aufstockungsbeträgen und Arbeitszeitmodellen werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer*in beziehungsweise über Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen festgelegt.
Ja. Das Blockmodell ist derzeit weiterhin zulässig und wird von vielen Unternehmen genutzt. Allerdings gibt es politische Diskussionen über die Zukunft dieses Modells. Die Rentenkommission hat empfohlen, langfristig stärker auf tatsächliche Arbeitszeitreduzierungen statt auf längere Freistellungsphasen vor dem Renteneintritt zu setzen. Ob und wann daraus gesetzliche Änderungen entstehen, ist aktuell noch offen.
Die aktuellen Vorschläge der Rentenkommission zeigen, dass flexible Übergänge zwischen Erwerbsleben und Ruhestand künftig noch wichtiger werden könnten. Diskutiert werden unter anderem ein höheres Renteneintrittsalter sowie Änderungen bei bestehenden Vorruhestandsmodellen. Für Unternehmen und Beschäftigte gewinnen deshalb Lösungen an Bedeutung, die individuelle und planbare Übergänge in den Ruhestand ermöglichen. Welche konkreten gesetzlichen Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht entschieden.